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Neugründung ein voller Erfolg

Am vergangenen Donnerstag, dem 9. Mai haben wir mit Unterstützung des Selbsthilfebüros Heidelberg den Kick-Off unserer Gruppe durchgeführt. Wir sind nun 5 Frauen und 4 Männer zwischen Anfang 20 und Ende 50 mit ganz verschiedenen Subtypen von Zwangshandlungen und auch mentalen Zwängen. Diese gesunde Durchmischung freut uns ganz besonders 🙂 .

Stosse auch Du dazu und werde Teil einer tollen Community!

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Ein Wochenende, das Horizonte erweitert

Liebe Freunde,

wenn Ihr am 8. und 9. November 2019 noch nichts besseres vorhabt und endlich etwas gegen Eure Zwänge und Eure Einsamkeit tun wollt, dann fahrt mit nach Bochum. Dort findet nämlich von Freitag auf Samstag die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. statt.

Von Freitag 14.00 bis Samstag 17.00 könnt ihr Euch eine Vielzahl von Experten-Vorträgen zum Thema „Zwangsstörungen im Kontext anderer psychischer Erkrankungen“ anhören und in Workshops Fragen stellen. Die Referenten arbeiten alle bei den führenden deutschen Kliniken auf dem Gebiet der Zwangserkrankungen.

Fast noch wichtiger finde ich persönlich den Austausch mit anderen Betroffenen in den Pausen. Bei meinen letzten zwei Tagungsbesuchen konnte ich sehr von dem Gefühl profitieren, dass ich nicht der Einzige bin, sondern auch andere genau die gleichen oder sehr ähnliche Probleme mit sich herumtragen.

Wer Mitglied im Verein ist, kann kostenlos teilnehmen und bekommt sogar noch einen Zuschuss zu den Übernachtungskosten. Anmelden kann sich jeder Interessierte, auch ohne Mitgliedschaft und zu einem sehr fairen Preis von 90/150 Euro.

Alle Infos findet ihr im Veranstaltungs-Flyer.

Schreibt mir einfach oder sprecht mich in der Gruppe an, wenn ihr zusammen hin fahren wollt.

Euer Jens

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Brief an meine Essstörung

Liebe Essstörung,

Dank dir kommt mir mein Sättigungsgefühl nicht in die Quere, wenn ich meine innere Leere stopfen muss.

Wenn ich an Einsamkeit erfriere, dann lässt du mich meinen Magen füllen mit Trost.

Wenn ich mich ausgeliefert fühle und vor Wut schäume, dann habe ich die volle Kontrolle über jeden Bissen, den ich zermalme. Zucker und Fett beschwichtigen meinen Groll.

Wenn ich feiern will, und niemand mit mir feiern will, dann gibt es immer noch dich.

In Wirklichkeit aber bringst du mich dazu, meinen Körper zu verachten. Du bist es, der mich verzweifeln lässt. Denn durch dich vertiefe ich nur meine Einsamkeit. Wer will schon so einen Fettwanst in seiner Nähe?

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Tickets ohne Bordzuschlag im ICE/IC kaufen

Jeder kann sich in einen Fernverkehrszug, also einen ICE oder IC, setzen und auf das Bordpersonal warten, um dort (gegen eine üppige Servicepauschale von derzeit 19 EUR) sein Ticket zu erwerben. Nachzulesen in den Beförderungsbedingungen vom 24.12.2018, Absatz 3.8.2. Den meisten werde ich damit nichts neues erzählen.

Was ich allerdings bisher nicht wusste: Bei Inhabern eines Schwerbehindertenausweises wird auf den Bordzuschlag verzichtet. Nachzulesen in den Beförderungsbedingungen vom 24.12.2018, Absatz D.2.5.

Ich dachte nicht, dass ich das mal sagen würde, aber: Finde ich gut. Danke, DB!

 

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Selbsthilfe-Gruppen für junge Akademiker attraktiver machen

Wir haben eine Grundgesamtheit von über 3000 jungen und jung gebliebenen Akademikern nach Ihren Erfahrungen mit und Vorstellungen von Selbsthilfe-Gruppen befragt.

Auch wenn nur 6 Personen geantwortet haben (es gab keinen zusätzlichen Anreiz), so geben die Antworten qualitativ doch einigen Aufschluss. Vor allem darüber, was derzeit zu einer so geringen Beteiligung der 20-40 Jährigen an Selbsthilfe-Gruppen führt (nicht mehr als 10 bis maximal 15%).

AgeProfile 2018-12-29 22-10-53

Von den 6, welche sich die Mühe gemacht haben, zu antworten (ein grosses Danke dafür!) waren 5 weiblich. Auch fiel rein statistisch auf, dass die Damen im Durchschnitt 1280 Zeichen aufwendeten, während der eine männliche Teilnehmer mit etwas mehr als der Hälfte auskam.

Die Antworten haben wir zusammengefasst und sinngemäss umformuliert:

  • Selbsthilfe ist kein Ersatz für Therapie (2x)
  • Lieber Zwiegespräch als Gruppen-Setting (2x)
  • Wunsch nach professioneller Moderation, sonst Verunsicherung (2x)
  • Themenauswahl für mich nicht relevant
  • Immer die gleichen Leute
  • Atmosphäre des Selbstmitleids
  • Bedarf nach Austausch im Schutz der Anonymität
  • Mangel an Leidensdruck
  • Zweifel am Heilungseffekt von Selbsthilfe
  • Fernbleiben wegen sozialer Phobie
  • Gruppenauswahl schwierig mangels Diagnose
  • Keine Gruppe mit Leuten in den Zwanzigern existent
  • über viele Jahre positive Erfahrungen, gründe selbst eine Gruppe
  • Gruppe zu klein
  • Gruppe nur auf Deutsch
  • Über konstruktive Gesprächsthemen und auch Erfolgserlebnisse sprechen
  • Ich finde es an sich gut, dass es solche Angebote gibt, aber…
  • untereinander Konkurrenz, wer am „krankesten“ ist
  • Werbung für jüngere Leute da ansetzen, wo sich diese aufhalten z.B. stärker im Internet
  • Kooperation mit den psychosozialen Beratungen der Unis notwendig
  • negative Ersterfahrungen
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Anonyme Zwängler im Umkreis von 10km: Die Jodel-App

Ich sitze gerade im Zug, um meine Eltern zu Weihnachten zu besuchen. Aus Langeweile habe ich ein Experiment wiederholt, das ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gemacht habe. In den lokalen Channel der Jodel-App habe ich ohne Umschweife folgende Frage geposted:

https://shared.jodel.com/RZFSRNutUS

Während ich hier schreibe, kommen immer noch neue Antworten.

Egal wo, an welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit ich einen solchen Post aussende, es dauert nie mehr als 1-5 Minuten und ich habe Chatpartner.

Dies demonstriert eindrucksvoll, wie sehr die Scham, über psychische Probleme zu sprechen, ausgeprägt ist. Und wie gross der Bedarf nach Gespräch im Schutze der Anonymität plötzlich ist.

Ich mache das gerne.

Viele Grüsse und friedliche Weihnachten,

Euer Jafudi

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Das Jafudi Manifest (deutsche Version)

Concept Of Open Mind

Unser Ziel ist: Inklusion für jeden, ermöglicht durch kreative Ideen!

Wir glauben, dass psychisches wie auch materielles Wohlergehen sehr zur diesem Ziel beitragen. Drei Dinge nehmen wir daher absolut ernst:

  1. Dich als Person
  2. Deine psychische Erkrankung
  3. Deine Start-up-Ideen

Wir wollen Dir auf deinem Weg helfen

  • die fixen Ideen, welche die quälen, durch heilsame Ideen zu neutralisieren
  • Partner zu finden, mit denen Du deine erfinderischen Ideen realisieren und in Würde leben kannst

Wir kämpfen für mehr Humanismus und gegen Sozial-Darwinismus.